Auf der Grundlage ehrenamtlichen Engagements versucht der Straßburger Münsterverein seit 1902 ein Ort der Begegnung für alle Freunde dieses großartigen Kirchenbaus zu sein, der zum UNESCO Weltkulturerbe zählt.
Der Verein in einem Dokument.

Unsere Aufgaben
Organisation des Vereins
Geschichte des Vereins
Mitglied werden

Unsere Aufgaben

Unsere Satzung verpflichtet uns:« Der Verein setzt sich zum Ziel, das öffentliche Interesse zu wecken für die Erhaltung des Münsters, die Erforschung des Denkmals und für den Erhalt der seiner Kunstwerke. Er unterstützt die Institutionen, die mit dem Unterhalt der Kathedrale betraut sind. […] Er fördert Untersuchungen über das Münster verschiedenster, insbesondere archäologischer, kunstgeschichtlicher, historischer und juristischer Art… »
Weitere Informationen: unsere Statuten

Seit 2001 ist der Verein in Frankreich als gemeinnützig anerkannt. Er nimmt Spenden und Vermächtnisse von Einzelpersonen wie von Unternehmen an und leistet direkte Beiträge zum Erhalt und zur Restaurierung des Münsters.
Mehr Informationen: unsere Stiftungen

Die Reise 2014 nach Köln mit einer Besichtigung der oberen Partien des Doms.

Die Reise 2014 nach Köln mit einer Besichtigung der oberen Partien des Doms.

Wir veranstalten jedes Jahr eine öffentliche, eintrittsfreie Vortragsreihe, die vielfältigen Themen mit Bezug zum Straßburger Münster gewidmet ist. Zu bedeutenden Anlässen organisieren wir besondere Veranstaltungen, wie das internationale wissenschaftliche Kolloquium anlässlich der Tausendjahrfeier der Grundsteinlegung des romanischen Münsters in 2015. Wir bieten unseren Mitgliedern Sonderführungen des Münsters, beispielsweise der sonst nicht zugänglichen oberen Partien (Dachstühle und Türme), aber auch anderer Straßburger Baudenkmäler, die von Spezialisten begleitet werden. Darüber hinaus organisieren wir kulturelle Entdeckungsreisen und Exkursionen.
Mehr Informationen: unser Kulturprogramm

Ill-2-Monographie
Alle zwei Jahre erscheint das Bulletin de la Cathédrale de Strasbourg mit Aufsätzen und neuen wissenschaftlichen Studien zum Münster. Im Jahre 2010 haben wir begonnen, eine mehrbändige, reich bebilderte Monographie des Münsters herauszugeben, in der führende Wissenschaftler mit dem aktuellen Stand der Forschung vertraut machen. Der zweite Band ist bestellbar und wurde bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet.
Mehr Informationen: unsere wissenschaftlichen Publikationen

Darüber hinaus fördern wir neue Studien zum Münster, beispielsweise durch den « Prix Madeleine Klein », mit dem bahnbrechende wissenschaftliche Arbeiten ausgezeichnet werden. Wir beteiligen uns auch an zahlreichen Aktivitäten, die das Münster einer möglichst breiten Öffentlichkeit nahe bringen soll. So haben wir gemeinsam mit dem Rotary Club ein grosses Bronzemodell des Münsters gestiftet, das insbesondere – aber nicht ausschliesslich – Sehbehinderten unser Münster nahebringen soll.
Aktuelle Informationen zu unseren Aktivitäten finden Sie auf der Startseite.

Erzbischof J.-P. Grallet überreicht den Prix Madeleine Klein an J.-S. Sauvé für sein Buch „Notre-Dame de Strasbourg – Les façades gothiques“.

Erzbischof J.-P. Grallet überreicht den Prix Madeleine Klein an J.-S. Sauvé für sein Buch „Notre-Dame de Strasbourg – Les façades gothiques“.

Organisation des Vereins

Der Straßburger Münsterverein ist unabhängig und keiner öffentlichen oder privaten Einrichtung angegliedert. Er finanziert sich ausschließlich durch die Beiträge seiner Mitglieder und durch den Verkauf seiner Publikationen.
Der Verein lebt von der freiwilligen Arbeit seiner ehrenamtlich engagierten Mitglieder und des Vorstandes.
Der Vorstand setzt sich zusammen aus von der Generalversammlung gewählten Mitgliedern sowie Vertretern der für den Unterhalt und die Nutzung des Münsters verantwortlichen Institutionen. Er trifft sich regelmäßig, um die Aktivitäten des Vereins zu organisieren, und bildet verschiedene Arbeitsgruppen (Bureau, Redaktionskomitee des Bulletins, Komitee für kulturelle Aktivitäten…)

Marc C. Schurr

Marc C. Schurr

Präsident des Münstervereins ist seit 2013 Prof. Dr. Marc C. Schurr von der Universität Straßburg.
Mehr Informationen: die Zusammensetzung des Vorstands

Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen, sich als freiwillige Mitarbeiter zu engagieren, insbesondere im Rahmen der wöchentlichen Präsenzen zur Information und für den Empfang von an unseren Aktivitäten interessierten Personen.
Mehr Informationen: die Präsenzzeiten

Alle Mitglieder, die ihre Beiträge entrichtet haben, sind zur jährlichen Generalversammlung eingeladen, auf der über die entscheidenden Weichenstellungen für die zukünftige Entwicklung des Vereins abgestimmt wird.

Geschichte des Vereins

Knauthdenkmal auf dem Domplatz.

Der Straßburger Münsterverein wurde am 9. Juli 1902 auf Initiative des damaligen Münsterbaumeisters Johann Knauth (1864-1924) ins Leben gerufen. Sein Ziel war es, Spendengelder für die dringend notwendigen Restaurierungsarbeiten einzuwerben. Zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens unterstützten seine Gründung: der Bürgermeister der Stadt Straßburg, der Bischof, Mitglieder der Universität, der Kirchen, der Museen und der Denkmalpflegebehörden. Von Anfang an bereicherte der Münsterverein auch die öffentlichen Sammlungen, indem er die Herstellung von Abgüssen von Skulpturen finanzierte sowie Photographien, Bücher, Zeichnungen, Pläne und Grafiken zur Verfügung stellte. Zudem veröffentlichte er von 1903 an das „Straßburger Münsterblatt“, das heutige Bulletin de la cathédrale de Strasbourg.

Das Ende des Ersten Weltkriegs (1914-1918) hatte eine Unterbrechung der Aktivitäten des Vereins zur Folge, nicht zuletzt durch die Entlassung Johann Knauths. Damals verlor auch das Frauenwerk, das Œuvre Notre-Dame, seine Vorrechte und alleinige Zuständigkeit für die Arbeiten am Münster. Stattdessen übernahmen, gemäß französischem Recht, die Einrichtungen der staatlichen Denkmalpflege die Verantwortung. Infolgedessen orientierte sich der Münsterverein, der nun den Namen Société des Amis de la Cathédrale de Strasbourg annahm, neu. Die Triebfeder hinter diesem Neubeginn war Stiftsherr Joseph Walter (1882-1952), der vermehrt auf wissenschaftliche Studien setzte, die er im Bulletin de la Cathédrale de Strasbourg veröffentlichte.

H. Reinhardt, J. Walter und E. Fels, drei Präsidenten des Münstervereins.

H. Reinhardt, J. Walter und E. Fels, drei Präsidenten des Münstervereins.

 

„Christus erscheint Maria-Magdalena“, Glasgemälde aus dem 14. Jahrhundert. Geschenk von H. Reinhardt an den Münsterverein.

„Christus erscheint Maria-Magdalena“, Glasgemälde aus dem 16. Jahrhundert. Geschenk von H. Reinhardt an den Münsterverein.

Während der Besetzung des Elsaß durch das III. Reich wurde die Führungsmannschaft auseinandergerissen, und nach dem Ende des Krieges nahmen die Aktivitäten des Vereins erst langsam wieder Fahrt auf. Das Bulletin kam in dieser Zeit häufig verspätet und unregelmäßig zu seinen Abonnenten. Etienne Fels (1900-1970) übernahm 1952 die Präsidentschaft, gefolgt im Jahr 1970 vom renommierten Basler Professor für Kunstgeschichte Hans Reinhardt (1902-1984). Das Bulletin erschien von nun ab wieder regelmäßig. Hans Reinhardt hat dem Münsterverein während seiner Amtszeit ein kleines Glasgemälde aus dem 16. Jahrhundert geschenkt, das noch heute unsere Räumlichkeiten schmückt.

1975 ging die Präsidentschaft des Münstervereins an François Joseph Fuchs über, den Direktor des Straßburger Stadtarchivs. Er hat durch die Veröffentlichung zahlreicher mittelalterlicher Quellen einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Geschichte des Münsters geleistet. 1994 wurde Jean-Paul Lingelser sein Nachfolger. Durch dessen Engagement konnte der Münsterverein seine öffentliche Wirksamkeit bedeutend verstärken und wichtige Restaurierungsmaßnahmen unterstützen, beispielsweise durch die Finanzierung der Restaurierung der Glasmalereien eines der großen mittelalterlichen Maßwerkfenster im südlichen Seitenschiff des Münsters. Mit der Anerkennung der Gemeinnützigkeit in 2001 wurde der Münsterverein erneut ein vollwertiger Akteur der Spendenfinanzierung des Münsterbaus, und im Jahre 2003, einhundert Jahre nach seiner Gründung, konnte der Verein seine heutigen Räumlichkeiten beziehen. J.-P. Lingelser trat 2013 von seinen Funktionen zurück und übergab die Präsidentschaft an Marc Carel Schurr, Professor für Kunstgeschichte an der Universität Straßburg.

Weitere Informationen :
Fuchs (François Joseph), Histoire de la Société des Amis de la Cathédrale de Strasbourg, in Bulletin de la Cathédrale de Strasbourg, 1986, p. 95-100
Lingelser (Jean-Paul), 1902 : Les Amis de la Cathédrale de Strasbourg, in Revue d’Alsace, 2009, p. 68-73

Ehrenpräsident J.-P. Lingelser (re) wird von seinem Nachfolger, Prof. Dr. M. C. Schurr, beglückwünscht.

Ehrenpräsident J.-P. Lingelser (re) wird von seinem Nachfolger, Prof. Dr. M. C. Schurr, beglückwünscht..

Mitglied werden

Die Mitgliedschaft steht allen Freunden des Münsters offen! Laden Sie die Beitrittserklärung herunter und schicken Sie sie uns ausgefüllt zurück, zusammen mit einem Scheck in der Höhe des jährlichen Mitgliedsbeitrages!
Die Mitglieder werden regelmäßig über die Veranstaltungen des Vereins informiert (Vorträge, Führungen, Reisen…), von denen einige ausschließlich den Mitgliedern vorbehalten sind. Zudem erhalten sie gratis ein Exemplar des Bulletin de la cathédrale de Strasbourg bei seinem Erscheinen.
Gegen Vorweisen des Mitgliederausweises erhalten die Mitglieder freien Eintritt in alle Museen der Stadt Straßburg und kostenlosen Zutritt zur Münsterplattform.