Die Renovierung der Chororgel

Das Straßburger Münster verfügt über mehrere Orgeln. Neben der Hauptorgel – der berühmten Schwalbennestorgel im Langhaus – erklingen drei weitere Instrumente: eine in der Krypta, eine in der Laurentiuskapelle und eine im Chor. Eben diese Chororgel wurde vor Kurzem umfassend restauriert. Den feierlichen Anlass bildete ein bewegender Gottesdienst am 7. Dezember 2025, bei dem der Straßburger Erzbischof, Mgr Pascal Delannoy, die Orgel wieder zum Erklingen brachte.

Wie ein „lebendiges Wesen“ muss eine Orgel regelmäßig gewartet und gestimmt werden, insbesondere aufgrund der jahreszeitlichen Schwankungen. Darüber hinaus ist etwa alle 20 bis 30 Jahre eine grundlegende Instandsetzung erforderlich: Im Laufe der Zeit lagern sich Staubschichten ab, und es entstehen verschiedene Störungen und Schäden, die behoben werden müssen.

Diese Aufgabe wurde von der Fabrique (Kirchenverwaltung) übernommen, die in Zusammenarbeit mit dem Diözesanrat der Orgelexperten und in Abstimmung mit den Organisten des Straßburger Münsters ein entsprechendes Projekt entwickelte. Mit der Durchführung der Arbeiten – genauer gesagt der Restaurierung der Chororgel – wurde die Firma Mülheisen aus Eschau beauftragt. Unter der Leitung von Patrick Armand wurde das Projekt meisterhaft umgesetzt.

Im Zuge der Restaurierung wurde die Orgel zudem um mehrere Elemente erweitert, die neue klangliche und spieltechnische Möglichkeiten eröffnen und den Organisten das Spiel deutlich erleichtern. Für dieses Vorhaben konnten verschiedene Förderer gewonnen werden, darunter auch der Straßburger Münsterverein.

Beschreibung der Orgel:
Drei Manuale und ein Pedal, 27 Register mit großer klanglicher Vielfalt, darunter zahlreiche Rohrblattregister.
Die Orgel ist zudem mit einem Touchscreen, einer elektronischen Steuerung, umfangreichen Speichermöglichkeiten sowie einer digitalen Registersteuerung ausgestattet.

Domkapitular François Geissler
Dekan des Domkapitels
Vorsitzender des Diözesanrats der Orgelexperten

Übersetzung: Stéphanie Wintzerith und Pr Thierry Mechler
Abb.: Philippe Fraisse

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