Die Ausstellung “800 Jahre Stiftung Œuvre Notre-Dame”

Die Ausstellung Bauen, erhalten, vermitteln – 800 Jahre Stiftung Œuvre Notre-Dame ist im Museum Œuvre Notre-Dame eingerichtet. Sie ist bis zum 11. April 2027 zu sehen.

Anhand von Skulpturen, Architekturzeichnungen, Archiven, Gipsabgüssen und Fotografien wird die Geschichte der Einrichtung skizziert, die seit dem Mittelalter an der Erbauung, der Instandhaltung und der Erhaltung des Straßburger Münsters maßgeblich beteiligt ist. Die Ausstellung beleuchtet die vielfältigen Aspekte der Stiftung Œuvre Notre-Dame: Baustellen, Berufe, Ressourcen, Wissen und Know-How, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Diese Ausstellung ist als Rundgang von 15 Stationen gestaltet, der in den 42 Räumen der Dauerausstellung des Museums eingebettet ist.

Mit 83 Werken, Dokumenten und Objekten wird an die Geschichte der Stiftung Œuvre Notre-Dame erinnert, und somit auch an die Organisation der Baustelle und die Verwandlungen des Münsters. Eines der vorgestellten Dokumente ist das Melker Obituarium (1224-1228), in dem das Opus Sancte Marie, also das Frauenwerk (Œuvre Notre-Dame), zu ersten Mal erwähnt wird. Ebenfalls in dieser Schrift erwähnt sind die Kanoniker und Schaffner, die für die Baustelle und deren Finanzierung zuständig waren.

Als weitere wichtige Informationsquelle gilt der Daniel Specklin zugeschriebene Lageplan des Dorfes und des Forstes Elmenforst aus dem 16. Jahrhundert. Dieses Dokument veranschaulicht, dass die Einrichtung in den Besitz von Grund und Liegenschaften kam. Als weiterer Meilenstein für die Stiftung gilt der konsularische Erlass vom 25. November 1803, in dem der Stiftung Œuvre Notre-Dame das Recht zurückgegeben wird, ihr Eigentum zu verwalten und die Verwendung ihres Einkommens an Erhalt und Instandhaltung des Münsters bindet.

Auch einige der vielen Bau- und Restaurierungsarbeiten am Münster sind in der Ausstellung mit entsprechenden Dokumenten exemplarisch erwähnt. So wurde beispielsweise an einer der Tugenden vom Nord-Portal aus dem ausgehenden 13. Jahrhundert, die vor kurzem einer konservativen Restaurierung unterzogen wurde, Spuren von mittelalterlicher Polychromie entdeckt – was genauestens dokumentiert wurde.   

Das Museum und die Stiftung bieten gemeinsam bis zum Frühjahr 2027 zahlreiche Führungen und weitere Gelegenheiten, diese Ausstellung zu entdecken.

Sophie Wessbecher
Übersetzung: Stéphanie Wintzerith
Abb.: © Musées de Strasbourg / Mathieu Bertola

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